Prolog – Wie alles beginnt

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Ein dunkler großer Raum, Stille in der Luft liegt ein leicht modriger Geruch. In der ferne hört man wie die ersten Vögel ihren morgentlichen Gesang anstimmen. Ein dumpfes knarren schleicht sich aus südlicher Richtung in die Stille.  Am Ende des Raumes kann man einen sanften Lichtspalt erkennen, der die Dunkelheit bricht. Langsam wird klar, dass es sich um eine alte Kirche handelt. Gute 20 Meter ragt das Schiff in die Höhe und an den Wänden kann man zahlreiche Mosaike erkennen. Eine Person schreitet durch die Pforte, wie ein gut einstudiertes Schattenspiel beginnt die Person mit schnellen, präzisen Bewegungen etwas in seinen Händen zu steuern. Nach diesem Moment der kontrollierten Unruhe richtet sich der Blick nach oben. Genau in diesem Moment bricht das Licht der aufgehenden Sonne über die Kante der obersten Fenster im Kirchenschiff. Das Knistern des in der Sonne verglühenden Staubes ist zu hören. Die Fenster der Kirche haben unterschiedliche Tönungen die sich nun auf den Unreinheiten der Luft spiegeln, brechen und beginnen den Boden der Kirche zu beleben. Der einzelne Gesang der Vögel findet sich zu einem gemeinsamen Orchester zusammen und als wäre es mit den Sonnenstrahlen abgestimmt durchflutet die Stimmung den zuerst so kalt wirkenden Raum. Je weiter sich die Sonne hebt um so mehr verlieren die Strahlen ihre Rötung, welches die Färbung der Fenster mehr zum tragen bringt. Das Farbenspiel nimmt seinen Lauf. Die Person am Eingang der Kirche lässt sich von ein paar wenigen Strahlen am Kopf streicheln. Der modrige Geruch ist jetzt dem klarer, frischer Luft gewichen. Dann sieht man wie sie erneut präzise Bewegungen ausführt, sich dann aus dem Raum abwendet und den Raum mit dem gleichen dumpfen Knarren verlässt wie Sie vorher betreten hatte.

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