Lisa und die vermisste Maus

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Es war noch recht früh als Lisa ihre Augen aufmachte und sich den Sand aus dem Gesicht wischte. Die Sonne warf Ihre ersten Strahlen über den nahe gelegenen Wald und der feuchte Duft aus der nahen Wiese steigt in Ihrer Nase hoch. Ein leichtes jucken in der Nase bringt Sie dazu sich die Nase zu reiben und plötzlich muss Lisa niesen. Sie geht aus dem hellen, farbenfrohen Schlafzimmer in das angrenzende Bad um sich zu waschen. Ein fröhliches Lied geht ihr von der Lippe als sie die kühlen Wassertropfen über Ihre Finger rinnen spürt. Hinter sich im Spiegel sieht sie die alte Badewanne und den Duschkopf der sein silbernes Erscheinungsbild bereits mit einigen rötlichen Rostspuren verfeinert hat. Lisa greift zu der nach Honig duftenden Seife und fängt an sich ausgiebig zu waschen.

Wie Sie da so steht kommt die freundliche Maise Barbara zu Ihr ans Badefenster geflogen und zwitschert ein freundliches “Guten Morgen Lisa”. “Guten Morgen Babsi”, antwortet Lisa mit frecher, heller Stimme. Lisa nimmt das Handtuch, das neben dem Waschbecken auf einem kleinen Schemel liegt und trocknet Ihr Gesicht ab. “Du Lisa” zwitschert Barabara weiter – “Ich habe eine Bitte an dich?”. Lisa die bereits begonnen hat sich die Zähne zu putzen versucht mit schaum vor dem Mund zu antworten. “Was giiiiibbbt ssesss denn?”. Barbara plustert sich ordentlich auf, fährt sich kurz mit dem Schnabel durch das gefieder und beginnt zu erzählen.

“Du kennst doch Karl die Maus? Das ist ein sehr guter Freund von mir. Wir waren gestern mit Lothar dem Hasen und Saskia der Schlange etwas länger unterwegs um der Eule beim Abendkonzert zuzuhören.” Während Barbara erzählt fliegt Sie zu Lisa auf die Schulter, damit Sie nicht so laut zwitschen muss. Und diese Gelegenheit nutzt Lisa gleich um in Richtung der Küche zu wandern, aus der schon der Duft des frischen Brotes steigt, welches Sie gestern noch am Abend vom Markt aus der Stadt mit gebracht hatte. “Als ich heute morgen Karl zum Morgenrundgang im Kornfeld abholen wollte, war er nicht zu Hause. Jetzt frag ich mich ob ihm etwas passiert ist?”. Barbaras gezwitscher wird immer schneller und höher. Lisa spürt wie die kleinen Krallen auf Ihrer Schulter sich vor lauter Aufregung bis auf Ihre Haut durchboren und die Füsschen schon ganz feutch vor Aufregung sind.

“Beruhig dich bitte Babis, es wird schon einen guten Grund haben, weshalb Karl heute morgen nicht zu Hause war. Lass mich schnell ein Butterbrot schmieren und dann machen wir uns gemeinsam auf die Suche.” Lisa schneidet ein Stück vom Brot, öffnet mit leichtem quietschen den Kühlschrank, greift zur Butterdose und bestreicht mit feinen schwüngen das Stück Brot. Sie bricht ein paar Krumen aus dem Brotlaib und bietet diese Barbara als Wegzehrung an. Diese freut sich sehr und pickt zugleich ein paar kleine Stücke. Lisa gibt der Kühlschranktür einen kleinen Stups, welcher diese mit einem dumpfen “Dock” wieder schliesst. Die Sonne die mittlerweile schon eine gute Handbreit über dem Wald steht, spiegelt sich jetzt schon fröhlich im Tau der Wiese und beim genauen hinhören kann man das Knistern der Wassertropfen hören, die auf Grund der Sonnenstrahlen verdampfen. Es duftet nach Rosen. Lisa geht durch die Haustür auf die Veranda, zieht sich Ihre knallgelben Gummistiefel an, pfeift nochmals ein kurzes Lied zum Abschied und macht sich mit Barbara auf den Weg um die vermisste Maus zu finden.

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